Zum Herbstsemester 2009 hat die DUW Deutsche Weiterbildungsuniversität in Berlin-Dahlem ihre Pforten geöffnet und noch fallen die Anmeldungen ziemlich verhalten aus. Damit sich die Uni trägt, braucht DWU-Präsidentin Ada Pellert 1.500 Studierende, zur Zeit sind es gerade mal 130. Das Institut ist staatlich anerkannt, gehört zu jeweils 50 Prozent der Freien Universität Berlin (FU) und der Stuttgarter Klett-Gruppe. Zweijährige Masterstudiengänge und kürzere Zertifikatskurse richten sich speziell an Akademiker mit Berufserfahrung. Ein attraktiver Mix aus Fern-, Online- und Präsensstudium soll möglichst viel Praxisnähe bei gleichzeitiger Lernflexibilität bieten. Die DUW ist in Berlin die 21. private Hochschule, die um weiterbildungswütige Berufstätige kämpft und hat damit jede Menge Konkurrenz. Und jetzt wollen 10 Millionen Euro Startkapitel irgendwie wieder reingeholt werden – die Masterstudiengänge kosten 15.000 Euro. Pellert nennt das “Mittelfeld”, andere Unis würden weit höhere Gebühren einfordern. Außerdem sollten die Arbeitgeber mehr zahlen. Ja, sollten sie. Wir drücken die Daumen, dass die Rechnung aufgeht.
Teuer aber hervorragend? – Deutsche Weiterbildungsuniversität Berlin-Dahlem
Immer mehr Hybrid-Studienprogramme
Ein Hybrid-Studium hat nichts mit neuartigen Autos zu tun, es bezeichnet nur die Mischung aus Präsenzveranstaltungen und Online-Lerninhalten bei MBA-Studiengängen. Wir in Deutschland würden es wohl schlicht Fernstudium nennen, das Wall Street Journal nennt es eben Hybrid. Und was den MBA in den USA betrifft, so wird die Hybrid-Variante immer beliebter. Denn auch die Amerikaner haben erkannt, dass Studieren neben dem Beruf ganz gut funktionieren kann. Und die amerikanischen Unis sind natürlich sowieso begeistert, denn die Studienkosten für die Absolventen sind fast genauso hoch wie bei einem Vollzeit-/Präsenzstudiengang.
MBA-Studium mit Schwerpunkt auf spiritueller Intelligenz
Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung, so sagt man jedenfalls. Die Uni St. Gallen bietet in diesem Zusammenhang einen MBA an, der vor allem Wert auf die persönliche Entwicklung als Führungskraft legt. Man fragt sich doch, was Kurse zum Thema General Management mit Selbstfindung zu tun haben, aber wenn es hilft. Es scheint, als ob die Uni St. Gallen dem aktuellen Negativ-Image der Manager entgegen wirken will. Wie die Idee genau entstanden ist, wissen wir allerdings auch nicht. Auf jeden Fall werden Themen wie Selbstwahrnehmung und Führungsfähigkeit behandelt, damit die zukünftigen Führungskräfte über eine „gefestigte spirituelle Intelligenz“ verfügen. Was die Schweizer sich da wieder ausgedacht haben!
Intensiv-MBA bei der Queen
Die Hamburger Akademie für Marketing und Kommunikation bietet am 21. August eine Infoveranstaltung zu ihrem verkürzten und sogenannten Intensiv-MBA an. Sichtlich stolz – wahrscheinlich auch zurecht – ist die private Hochschule auf ihre Partner-Uni, die “University of Bedfordshire” in England. Deren Business School hat den BWL-Quickie im Programm. Leider muss man Infomaterial anfordern oder ein Termin für ein persönliches Gespräch vereinbaren, um ausführliche Informationen zu diesem schnellen Studium zu erfahren. Fest steht: Unterrichtet wird auf Englisch und der Kurs läuft berufsbegleitend über 21 Monate. Kontakt zur Hamburger Akademie nimmt man hier auf: www.intensiv-mba.de. Wichtig zu wissen: Bis auf ein Kick-off-Weekend in England finden alle Präsenzveranstaltungen in Hamburg statt. Wer ein Auslandsstudium absolvieren möchte, ist hier also falsch.
MBA-Studium führt nach Indien
Curry-Gerichte, exotische Kultur und 21 anerkannte Landessprachen: Indien ist eines der spannendsten Länder, die man sich so vorstellen kann, finde ich. Und für Studierende des MBA Energy Management an der ISM, International School of Management, steht nun erstmals ein Austauschmodul in das Land der heiligen Kühe auf dem Plan. Zehn Tage lang gibt es Exkursionen zu Kraftwerken, Lehrveranstaltungen indischer Energie-Experten and praxisbezogene Fallstudien – an Urlaub ist wohl nicht zu denken. So eine spannende Chance sollte man sich dennoch nicht entgehen lassen und das nicht nur wegen der bunten Saris. Ein Besuch des Forschungsinstituts “The Energy and Resources Institute (TERI)“, geleitet von Friedensnobelpreisträger Rajendra Pachauri, dürfte auch ganz interessant sein. Für alle Interessierten an einem MBA Energy Management Studium geht es hier zum Internetauftritt der ISM.
